Dating in the dark
Für alle Singles, die bereits von Frühlingsgefühlen übermannt werden und deshalb händeringend auf der Suche nach einem Partner sind, hat der Dating-Dschungel ein neues Flirtkonzept hervorgebracht: Dating in the Dark.
Wie der Name bereits vermuten lässt, trägt das Äußere des Gegenübers bei dieser Speed-Dating Variante ausnahmsweise nicht zur Entscheidungsfindung bei und so müssen sich alle Beteiligten auf ihre menschlichen Sinne verlassen. Das bedeutet Oberflächlichkeiten ade und auf der Tagesordnung stehen für ein paar Minuten lediglich riechen und hören. Bleibt nur zu hoffen, dass der potentielle Flirtpartner auch kein Hygienemuffel ist. Für den Fall von eklatantem „Dummgeschwätz“ gibt es ja glücklicherweise Klebeband, vorausgesetzt man ist in der Lage, dieses auch blind zielsicher auf dem Mund des Übels zu platzieren.
Glaubt man den beiden Urhebern von Dating in the Dark, Jörn Neubauer und Stefan Tolkmitt, ist die Idee neu - zumindest in Deutschland. Die Premiere, zu der je fünf männliche und weibliche Teilnehmer geladen waren, fand vor kurzem im Berliner King Kong Klub statt. Dort saßen sich die „Versuchskaninchen“ mit verbundenen Augen paarweise und getrennt durch einen schwarzen Vorhang gegenüber. Nachdem dieser gefallen war, blieben den Teilnehmern acht Minuten Zeit, um sich näher zu beschnuppern. Bei Gefallen wurde der Name des entsprechenden Kandidaten auf einem Zettel mit einem Kreuz gekennzeichnet und zum nächsten Kandidaten aufgerückt. Für den Fall, dass die Veranstalter bei der im Anschluss stattfindenden Auswertung feststellten, dass der Kennenlernwunsch auf Beidseitigkeit beruht, wurden die E-Mail Adressen getauscht.
Im Großen und Ganzen also nichts wirklich neues, was uns mit Dating in the Dark da präsentiert wird. Da sind unsere „Freunde von der Insel“ schon ein wenig innovativer und verrückter, wenn es um neue Kuppelkonzepte geht: Ganz England ist derzeit verrückt nach dem sogenannten Speed Hating. Hierbei können sich die flirtwütigen nach Lust und Laune Gemeinheiten an den Kopf werfen und so richtig drauf los streiten. So weiß man wenigstens gleich, was man in einer späteren Beziehung konflikttechnisch zu erwarten hat. Die beiden Inititatoren des Dark Dating planen als nächsten Coup übrigens das “Drunk Date”. Dabei ist ein gewisser Alkoholpegel Pflicht, bevor es in die Dating-Arena geht.
Ganz nach dem Motto: Sekunde – gleich bist du schön, was wie ich finde, jedoch nicht Sinn der Sache sein sollte…
Eure Bernice
Bitte verlinke mich:
Du kannst alle Antworten zu diesem Eintrag via RSS 2.0 Feed erfolgen. Kommentare und Pings sind zur Zeit geschlossen.



Kommentieren wurde geschlossen.