2009-2010, ein Jahrzehnt voller Neuerungen

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2009-2010, das Jahrzehnt brachte uns viele Neuerungen.

Das Jahr 2009 neigt sich dem Ende zu, bald starten wir in ein neues Jahrzehnt. Was uns die folgenden Tage begleiten wird ist der obligatorische Jahresrückblick. Na, dann lasst uns mal blicken!

Was gab es denn so alles in diesem Jahrzehnt, was uns bewegte? Noch immer hängt man sich an dem Euro auf. Wer hat sich noch nicht dabei erwischt, dass er den “(T-)Euro-Preis” in die gute alte D-Mark umrechnet? Auf den ersten Blick schien alles plötzlich so günstig, doch dann kam das große Erwachen: Mensch, früher war das aber günstiger, ich will die gute alte D-Mark zurück. Ja, damals war alles noch besser…!

Auffällig war, dass sich alles der Schnelllebigkeit verschrieben hat. Wer sich richtig umschaut, der wird fest stellen, dass heutzutage alles schnell, schnell gehen muss. Angefangen bei dem Coffee-to-go, der genussvoll auf dem Weg zum nächsten Termin geschlürft wird, bis hin zur Musik-to-go, via MP3-Player und Co.

Auch in der Gastro gibt es entscheidende Neuerungen zu verzeichnen: So wurde ein übergreifendes Rauchverbot eingeführt, um es dann wieder zu lockern, um nun wieder darüber zu diskutieren, ob man es nicht wieder ganz streng händeln will. Und um beim Thema Schnelllebigkeit zu bleiben: Auch das Flatrate-Saufen ist dem ein oder anderem bekannt. Eine Neuerung, bei der schon manch Augenbraue argwöhnisch angehoben wurde. Verständlich, den trägt es ja so gar nicht zum Gesundheits-Denken bei, das ebenfalls in diesem Jahrzehnt aufgekeimt ist.

So schossen Yoga- und Pilatestrainer wie Pilze aus dem Boden und fanden immer mehr Anhänger. Alles, was mit dem Thema Wellness zu tun hatte, wurde plötzlich mit ganz anderen Augen betrachtet und freudig angenommen. Ayurveda-Trips wurden gebucht und auf Naturprodukte zurück gegriffen, auch beim Thema Ernährung achtete man mehr auf Bio-Kost.
Und für die frischgebackenen Mütter und Vater gab es nun einen “Jogger-Kinderwagen”, damit man auch mit den lieben Kleinen flott und sportlich unterwegs sein kann.

Wer das Single-Dasein satt hatte, der bekam neben dem Internet-Dating noch eine weitere Möglichkeit seine große Liebe zu finden, via Speed-Dating. Die Teilnehmer sitzen hierbei alle paar Minuten einem neuen Gesicht gegenüber und erfragen in dieser kurzen Zeitspanne gezielt nach dem, was sie wirklich interessiert. (Mich würde hierbei vielmehr interessieren, ob es Menschen gibt, die durch eine solche Methode tatsächlich schon mal einen Partner gefunden haben. Und ich spreche jetzt nicht von einem kleinen Stell-dich-ein.)

Um nochmal auf den Gastro-Bereich zurück zu kommen: Da gab es noch eine (wie ich finde ganz tolle) Neuerung, nämlich die “City-Beaches”. Hier in Frankfurt fallen mir spontan drei ein und sie vermittelten tatsächlich ein Strand-Feeling, mit dem aufgeschütteten Sand, den Schirmchen und den leckeren Drinks und das alles inklusive einem Ausblick über Frankfurts Innenstadt oder auf den Main. Daumen hoch!

Das Thema Schönheit und Pflege gewann auch bei den Herren der Schöpfung immer mehr an Bedeutung. So tauchte der Begriff der Metrosexualität auf. Gezupfte Augenbrauen, ein Cremchen hier, ein Duftwässerchen da. Enge Jeans und Stiefel, Herrenhandtäschen. Anfangs bekam man den Eindruck, dass die Zahl der Schwulen aus unerklärlichen Gründen rapide angestiegen ist. Doch dann wurde man eines besseren belehrt und die Damenwelt konnte erleichtert aufatmen, die Herren waren einfach nur metrosexuell (gestyled).

2006 war das Jahr, was die Nation, nein, die ganze Welt zusammen brachte. Die Weltmeisterschaft war in aller Munde, Schulter an Schulter feierten Menschen unterschiedlichster Nation miteinander. Fieberten um einen Sieg, triumphierten und betrauerten. Public Viewing lockte die Begeisterten “hinter dem Ofen” hervor und schaffte die Möglichkeit in einer großen Menge das zu überleben, was sonst nur in kleineren Gruppen zu genießen war.

Das alles und noch viel mehr, brachte uns das (bald vergangene) Jahrzehnt!
Ich für meinen Teil mache jetzt einen Spaziergang im Schnee und nehme mein Büro gleich mit, Black Berry macht´s möglich. ;-)

Eure Juli

Bild: flickr.com/jule_berlin



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